Es begab sich im Jahre des Herren 2010, dass die Trabrennbahn zu Bahrenfeld Schauplatz des Mittelalterlich Spectaculum ward. Zum ersten Mal an dieser Stätte, bei gar trefflichem Wetter, ward dem Volke allerley Gauklerspiel geboten, viele Spielleut gaben ihr Stelldichein, oder gar ein Turney der edlen Rittersleut ward geboten. Doch leset selbst, was unser Herold an den Stätten sah und hörte, und schauet die Bildlein, die sein Kobold in seinem magisch Kästlein gar geschwind malte.
Wie natürlich für jeden Markt, so ward es auch hier Sitte das der Marktvogt selbigen eröffnete. Zu diesem Zwecke begab er sich inmitten der Wachen und gefolgt von den Marketendern, Krämern, Schankwirten und weiterem Volke zur Bühne um dort zu prüfen, ob die Waren denn auch von guter Qualität seien.
Zu diesem Zwecke hat in jeder Händler ein Stück seiner Ware vorzuführen, auf das der Marktvogt sie inspizieren konnt. Danach ward es geboten sich das Treiben in den verschiedenen Heerlagern anzuschauen, die gar trefflich zeigten wie es sich lebte zur Zeit der Ritter.
Es gab Frettchen als Haustiere zu sehen, wie das Feuerholz auf die passende Länge gebracht wurde, es wurde auf dem offenen Feuer gekocht, das Volk arbeitete und die Edelleut gaben sich der Entspannung hin.
Gaukler brachten mit ihren Kunststücken das Volk zum Staunen, die Markleute boten ihre Waren feil.
Man konnte allerlei Naschwerk finden (die Japalenomandeln sind sehr zu empfehlen wenn man es scharf mag), man konnte an der Taverne einen Met trinken oder gar ein Fell für das heimische Lager erwerben.
Natürlich konnte man an verschiedenen Stellen auch Waffen, Schilde und Rüstungen bestaunen, kaufen oder bei der Fechtkampfgruppe Fictum auch in Aktion erleben, hiebei wurden Zweikämpfe unter anderem mit Einhänder, Axt, Streitkolben und Streitflegel (den meisten eher als Morgestern bekannt) mit Schild vorgeführt.
Die Kämpfer der Schule für Mittelaltelichen Schwertschaukampf hingegen führten den Umgang mit dem Aderhalbhänder vor. Nach den Vorführunge bekamen dann Freiwillige die Möglichkeit selbst den Umgang mit dem Schwert, in ersten Schritten im Kampf zu erlernen.
Ebenso durfte das Bruchenballturnier nicht fehlen, eine Mischung aus Rugby und Ringkampf.
Ziel ist es den Ball über die gegnerische Endlinie zu befördern, dabei ist so ziemlich alles erlaubt ausser dem Einsatz von Waffen. Als Bekleidung ist nur die Bruche zulässig, die im Mittelalter übliche Unterbekleidung.
Was ist ein Mittelaltermarkt ohne ein Ritterturnier? Genau, wie Hamburg ohne Hafen.
So gab es auch auf diesem MPS wieder ein solches, vorgeführt von Ars Equitandi.
Die feindlichen Ritter wollten die Burg einnehmen und klagten die Tochter des Grafen, der auf einem Kreuzzug war, der Hexerei an und wollten dem Volk Steuern bescheren. Die Verteidiger der Burgen gaben aber alles um dies nicht zuzulassen.
Angefangen bei den Exerzitien, bei denen es um den geschickten Umgang mit dem Pferd, Spießen, Schwertern und Lanzen ging, bis hin zum eigentlichen Höhepunkt, dem Tjosten der Ritter zu Pferde mit ihren Lanzen.
Der Herold der feindlichen Ritter ließ sich von seinem Herrn bestechen, was dazu führte, dass er unfair zählte und dafür immer wieder vom Volke ausgebuht wurde.
Natürlich gewannen die Verteidiger, wie sollte es auch anders sein.
Möchte man doch lieber seine Helden umjubeln können, anstatt griesgrämig, weil die Schurken gewannen, den Turnierplatz zu verlassen.
Im Nachtturnier wurde vor allem das Vertrauen der Pferde in die Reiter gezeigt.
Die Ritter ließen ihre Tiere durch in Brand gesteckte Strohbarrieren laufen oder zeigten als Höhepunkt wie die Pferde mitten in einem brennenden Gerüst standen ohne Flüchten zu wollen.
Das zeigte wie sehr die Pferde ihre Reiter vertrauten und auch wie eingespielt sie aufeinander waren.
Die Horus-Falknerei war mit ihren Tieren zu Gast. Der weisse Gerfalke, ein Sinnbild von Adel und Schönheit und ein beliebtes Geschenk zwischen Fürstenhäusern, zeigte anhand einer Beuteattrappe seine Jagdkunst.
Der Gerfalke erreicht Fluggeschwindigkeiten bis zu 200km/h bei einem Sturzflug, somit kann man sich ausrechnen, was bei einem Zusammenprall mit seiner Beute geschieht. Sollte das nicht ausreichend gewesen sein, um diese zu töten, folgt ein Biss in den Nacken oder Hinterschädel. Hin und wieder mussten auch die Zuschauer ihre Köpfe einziehen, um nicht über den Haufen geflogen zu werden.
Mit von der Partie war ebenso ein Harris Hawk, auch bekannt als Wüstenbussard. Dieser braungefärbte Geselle zeigte den Zuschauern seine Jagdkünste. Diese Greifvogelart jagt in Gruppen, sowohl aus der Luft als auch am Boden. Bei diesem Vogel half den Kopf einziehen wenig, da er als Konturjäger möglichst dicht über dem Boden bleibt.
Die beiden Raubvögel zeigten ihre Flugkünste über dem Turnierplatz. Ihr Anmut schlug alle Zuschauer in ihren Bann, da sie immer mit den Augen bei den Tieren blieben oder auch den Himmel nach ihnen absuchten.
Auch die riesigen Irish Wolfhounds waren zu sehen. Die Bezeichnung "Gentle Giants" (Sanfte Riesen) trifft absolut auf diese Hunde zu. Sie wurden im Mittelalter zur Wolfs- und Grosswildjagd eingesetzt.
Bei einer Schulterhöhe von ca. 80cm kommen einem diese Tiere erstmal ziemlich bedrohlich vor, was aber nur den Anschein hat, da sie wirklich friedlich und auch nicht scheu sind. Nach den Auftritten der Tiere konnten sich dann Gross und Klein diese näher ansehen und sogar streicheln, was bestimmt für alle ein Erlebnis war.
Wenn die Dämmerung langsam hereinbrach, wurde immer von Bruder Rectus das Traumspektakel eröffnet. Begleitet wurde er dann von Duivelspack oder Schelmish, die das folgende Programm musikalisch untermalten.
Nach seiner Ansprache folgten dann alle Artisten, um zusammen zu jonglieren. Sie boten die verschiedensten Formationen dar und jonglierten sogar mit zu 8 Leuten untereinander.
Dies wurde nur noch davon überboten als alle dann zu brennenden Fackeln griffen und dadurch ein bunt wirbelndes Feuerspiel zum Besten gaben.
Im Anschluss konnte man sich Danzas Furiosas Vorstellung als Spinnenfrau ansehen. Ihre Beweglichkeit und die künstlerische Art wie sie in dem Spinnennetz herumkletterte, war eine Augenweide.
Die Darbietung des Duo Confusi mit ihren Holzblöcken war auch eine Meisterleistung an Koordination und Geschick. Auch Bagatelli durfte natürlich nicht fehlen, er bewies wieder einmal, dass man auch mit schwerem Gerät jonglieren kann.
Der fahrende Volker versetzte dann die Zuschauer ins Stauen und zum Lachen mit seinem Seiltrick. Alles in allem war es eine harmonische Vorstellung aller Gaukler und Artisten, die den ganzen Tag über auf den verschiedenen Bühnen zu sehen waren und es war eine Freude, ihnen dabei zuzusehen.
Es wird dunkler. Der Mond geht langsam über dem Festplatz auf und somit wird es Zeit für die Darsteller des Feuerspektakels. Akrobaten, Feuerspucker und Feuerartisten betreten die Bühne, um alle in den Bann des Feuers zu ziehen.
Forzarello beginnen mit ihrer brennenden Trommeleinlage, bei der man das Feuer regelrecht hören konnte, gefolgt von Bagatelli, der allen zeigte, dass auch schweres Gerät interessante Effekte erzeugen kann.
Der Feuerspucker brachte die Kraft des Feuers zum Ausdruck, indem er es in meterhohen Flammen aufleben liess. Spiral Fire brachte den Zuschauern die Anmut des Feuers näher.
Durch ihre vielfältigen Varianten das Feuer in Bewegung zu versetzen, erschuf sie faszinierende Bilder. Das Phoenix Duo zeigte auch ihr Können und liess das Feuer tanzen, dass es nur so eine Freude war. Die Faszination Feuer griff auf alle Zuschauer über. Es war einfach herrlich diesem ganzen Spektakel zuzusehen.
Die gelassene Stimmung und die strahlenden Augen der Zuschauer rundeten den Auftritt der Feuerleute ab.
Als es bereits dunkel ist und die meisten sich bereits fröstelnd an die Feuerstellen verzogen haben, ertönt ein Geschrei vom Heroldsturm her.
Auch wenn es inzwischen richtig kühl geworden ist, zieht dieses Gelärme doch das neugierige Volk in Richtung Heroldsturm. Die laute Stimme des Bruder Rectus erklingt vom Turm, der Markt soll für heute geschlossen werden.
Hat die Wache auch alle Vorbereitungen getroffen?
Ja hat sie, doch auf einmal taucht eine junge Frau aus einem Dorf nicht weit entfernt auf. Es ergibt sich ein Bild des Schreckens, alle Bewohner ihres Dorfes sind tot, kurz nach ihrem Bericht bricht auch sie leblos zusammen.
Sofort wird der Medicus gerufen: Dieser verkündete dann die Botschaft des Schreckens. Der Schwarze Tod hat sich eingeschlichen, die Angst vor der Pest greift um sich.
Es wird sogleich die Verbrennung der Frau verlangt und Mönche sowie Nonnen bilden eine Reihe, um die Tote mit einem Trauerzug zu ihrer letzten Ruhestätte zu begleiten. Der Zug bahnt sich seinen Weg über den Marktplatz und es werden immer mehr von der Pest dahingeraffte Bürger aufgefunden. Es tönt durch die Wege: DIE PEST IST DA! SIE HAT UNSEREN MARKTPLATZ ERFASST!
Bericht: Sabine & Jan / Fotos: Jan
Die Band Capud Draconis, bestehend aus Hagen Sturmwut (Schlaginstrumente), Alustris von Thargor (Dudelsack), Arach von Alzey (Saiteninstrumente) und Magnus der Letzte (Dudelsack, Flöten), ist eine junge aufstrebende Band aus dem Bereich des Neo Pipe Folk.
Ihre kraftvolle und schnelle Art und Weise ihre Instrumente zu spielen machen durchaus Eindruck auf die Zuhörer. Auch die vielen selbstgeschriebenen Stücke von Alustris können sich durchaus hören lassen.
Sie hatten auf dem MPS wohl den jüngsten Fan der die Bühne stürmte. Ihre erste CD befindet sich bereits in Produktion und ist über deren Website erhältlich.
www.capud-draconis.com
Die Band Rapalje, zu deutsch die Raufbolde, bestehen aus Dieb (Geige, TinWhistle), David Myles (Great Highland Bagpipe, TinWhistle), William (Gitouki, Bodrhàn, Teekistenbass), Maceál (Mundharmonika, Zieharmonika, Teekistenbass).
Sie ziehen bereits seit 1997 durch verschiedene Länder und deren Bühnen. Die Keltisch-Folk Band spielt viele Klassiker der schottischen, irischen und niederländischen Folkmusik auf ihre eigene ganze besondere Weise.
Steht man vor der Bühne, merkt man das ihr Name Programm ist, die Stimmung die sie verbreiten erinnert an Nächte mit Lagerfeuern, Tanz, Gesang und Met.
Das Trio Duivelspack, bestehend aus Arnulf dem Puster, Musicus Varus und Marquard vom Lindenbaum, spielen seit dem Jahr 2000 mittelalterlichen Deutschfolk in der Originalbesetzung.
Sie sind immer wieder auf Märkten, Festen und Gelagen zu Gast und erfreuen sich großer Beliebtheit. Ihre amüsanten Texte und ihre Art für Stimmung zu sorgen, reißen früher oder später auch den letzen Skeptiker vom Hocker.
Mitsingen oder zumindest mitklatschen ist bei ihrem Programm schon fast Pflicht.
Das Bühnenprogramm macht jung und alt Spaß, was man dann auch an der allgemeinen Anteilnahme feststellen kann. Auch nach ihren Konzerten sind sie immer freundlich und immer bereit das eine oder andere Autogramm zu geben oder einen lustigen Schwank von sich zu geben.
www.duivelspack.de
Saltatio Mortis hat eigentlich keine Vorstellung mehr nötig, aber trotzdem mal eine Übersicht: Alea der Bescheidene (Gesang, Gitarre, Dudelsack, Ehru, diverse Flöten), Lasterbalk der Lästerliche (Schlagzeug, Davul, Percussion), Falk Irmenfried von Hasenmümmelstein (Sackpfeifen, Schalmeien, Drehleier, Gesang), El Silbador (Dudelsäcke, Schalmeien), Samoel (Gitarre, Laute, Zister), Jean Méchant, genannt Der Tambour (Schlagzeug, Percussion, Gesang) und Bruder Franks (Bass, Fretless Bass, Chapman Stick & electric Upright).
Den Anfang machten sie mit mittelalterlicher Marktmusik, später kam dann das Rock-Projekt mit hinzu, sowie eine Mischung aus beiden Stilelementen. Ihre ganze Show ist sehens- und hörenswert, sie versetzt einen in die vergangenen Zeiten zurück oder reisst wieder in die Gegenwart zurück.
Lästerbalk führt durch das Programm und schafft gute Übergänge zu den verschiedenen Stücken die sie spielen. Bei ihren Konzerten hält es niemanden mehr auf den Bänken, alle sind am mitsingen und mittanzen.
Es hat den Eindruck, als würde sich vor der Bühne eine Einheit von Fans ergeben, egal ob diese die Band vorher schon kannten oder auch nicht. Ihre Nachtkonzerte mit den Pyroeffekten sind auch schwer zu überbieten.
Es entsteht dann eine Stimmung vor der Bühne, die durch Romantik und Harmonie, wie auch durch Lebendigkeit und Spass besticht. Auf jeden Fall sind ihre Auftritte einen Besuch wert.
Sour Patrol setzt sich zusammen aus Charlie Allan (Pipes), Kev Johnston (Drums), Marcus Dickson (Drums), Joe Owens (Drums & Guitar). Sie hatten schon unzählige Auftritte in Asien, Europa und der USA, was sie zu einer erfahrenen Band macht.
Ihre kraftvolle und vor allem laute Art Tribal- und Celtic Rock zu präsentieren ist ihr Markenzeichen. Sie bringen die alten keltischen Lieder in unsere Zeit zurück und wenn man sich wirklich der Musik hingibt, kann man wohl wirklich die schottischen Highlands vor sich sehen, die Magie und Kraft alter Zeiten spüren.
Die irischen und schottischen Klänge dieser Zeit fordern zum Tanzen und Spass haben auf. Auch das Projekt, dass sie in Schottland auf die Beine gestellt haben ist bemerkenswert. Sie haben sich zum Ziel gesetzt ein mittelalterliches befestigtes Dorf selbst aufzubauen, dazu nutzen sie ihre Gagen, um dieses Projekt zu unterstützen.
Schelmisch bestehet aus DesDemonia (Sackpfeifen, Schalmei, Bouzouki, Gesang), Dextro (Sackpfeifen, Bouzouki, Flöten, Drehleier, Bombarde, Schalmei, Gesang, E-Gitarre), Picus (Davul, Percussion, Sampling, Synthesizer), Luzi das L. (Sackpfeifen, Schalmei, Bouzouki), Okusa der Bullige (E-Gitarre, Schlagwerk, Gesang).
Ihre mittelalterliche Volklore hat den gewissen Touch, durch ihre eigene Art zu spielen. Sowohl durch verschiedenste Instrumente, als auch durch etwas exotischere Elemente, die sie passend mit hinzufügen.
Es ist wirklich ein Klangerlebnis, da sie es geschickt hinbekommen haben die verschiedensten Stilelemente zu kombinieren. Die Zuhörer waren begeistert von der Mischung aus sanften Klängen und rhythmischen zum Tanz einladenden Stücke.
Mal kam man sich wie in Schottland oder Irland vor, aber es gab auch Stücke die man auch zur Meditation hätte verwenden können. Einfach eine bunte und interessante Mischung, bei der es sich immer wieder lohnt sich von den fremdländischen Klängen in andere Zeiten und Orte versetzen zu lassen.
Bericht: Sabine & Jan / Fotos: Jan
Capud Draconis, Rapalje, Duivelspack, Saltatio Mortis, Sour Patrol, Schelmisch
Fotograf: Jan (128 Bilder)
Die Horus-Falknerei war mit ihren Tieren zu Gast. Der weisse Gerfalke, ein Sinnbild von Adel und Schönheit und ein beliebtes Geschenk zwischen Fürstenhäusern, zeigte anhand einer Beuteattrappe seine Jagdkunst.
Fotograf: Jan (26 Bilder)
Es wird dunkler. Der Mond geht langsam über dem Festplatz auf und somit wird es Zeit für die Darsteller des Feuerspektakels. Akrobaten, Feuerspucker und Feuerartisten betreten die Bühne, um alle in den Bann des Feuers zu ziehen.
Fotograf: Jan (43 Bilder)
Im Anschluss konnte man sich Danzas Furiosas Vorstellung als Spinnenfrau ansehen. Ihre Beweglichkeit und die künstlerische Art wie sie in dem Spinnennetz herumkletterte, war eine Augenweide.
Fotograf: Jan (66 Bilder)
Wie natürlich für jeden Markt, so ward es auch hier Sitte das der Marktvogt selbigen eröffnete.
Fotograf: Jan (61 Bilder)
Die Fechtkampfgruppe Fictum führte Zweikämpfe unter anderem mit Einhänder, Axt, Streitkolben und Streitflegel (den meisten eher als Morgestern bekannt) mit Schild vor.
Fotograf: Jan (33 Bilder)
Was ist ein Mittelaltermarkt ohne ein Ritterturnier? Genau, wie Hamburg ohne Hafen. So gab es auch auf diesem MPS wieder ein solches, vorgeführt von Ars Equitandi.
Fotograf: Jan (52 Bilder)
DesDemonia erzählte, dass der Anfang von Schelmish bereits 1999 war und in der Zeit bis heute viele Bandmitglieder gewechselt haben. Als Gründungsmitglieder sind nur noch DesDemonia und Dextro mit von der Partie.
Ihre Bekanntheit in der Mittelalterlichen Szene ist mittlerweile sehr hoch, da sie schon sehr lange mit dabei sind und sich auch immer darum bemüht haben jedes Wochenende Auftritte zu haben. Jedes Mitglied der Band ist für bestimmte Bereiche zuständig, egal ob es nun die Buchhaltung, die Regelung und Einholung der Auftritte oder anders ist.
Zu grösseren Events sind dann natürlich Bühnenhelfer mit dabei. Denn wie DesDemonia so schön sagte: "Man kann sich nicht um alles kümmern und wenn die Auftritte darunter nicht leiden sollen, dann muss man die Arbeiten aufteilen." Recht hat sie damit.
Das dieses Konzept aufgeht, sieht man daran, dass sie nach wie vor sehr gern gesehene Gäste auf den verschiedensten Bühnen sind und ihre Musik immer noch genauso gut ist wie eh und je. Ausserdem ist erwähnenswert, dass sie jedes Jahr ein Benefizkonzert zu Gunsten des Kinderhauses Schumaneck veranstalten, dass sich um Jugendliche und Kinder kümmert.
Die Anfänge der Band bestanden hauptsächlich aus mittelalterlichen Klängen. Auf die Frage hin, wie es dazu kam, dass sie diese Musikrichtung wählten, erzählte Desdemonia, dass es sich letztlich einfach so ergeben hat. Auslöser war der Geburtstag eines Familienmitgliedes, zum dem sie als Geschenk ein Lied intoniert hatten, was dann dazu führte immer mehr zu machen.
Im Laufe der Zeit kam dann auch noch das Rock-Projekt Schelmish hinzu, zu dem auch noch andere Musiker gehören, wie Rimsbold von Tiefentann (Gesang, Sackpfeifen, Schalmei, Flöten, Harfe, Percussion), Der Zahl (Bass) und Samtron (Drums, Percussion).
Die ganzen Musiker der Band sind bodenständig und ihren Fans sehr nahe geblieben. Sie nehmen sich gerne Zeit für eine Unterhaltung mit ihren Fans, was sie auch als sehr wichtig erachten.
Denn über eines sind sie sich mehr als bewusst und sagen dies auch ganz offen: "Ohne unsere Fans wären wir nicht da, wo wir heute sind".
Bericht: Sabine & Jan / Fotos: Jan