Der smart beach tour SuperCup in St. Peter-Ording wird in die deutsche Beach-Volleyball-Geschichte eingehen! Regen, Sturm, Hochwasser, überschwemmte Courts, Turnierabbruch – soviel in Kurzform, aber nun der Reihe nach.
Schon am Freitag während der Qualifikation sorgte eine steife Briese für schwierige Spielbedingungen auf den vier Courts.
Am Samstag legte der Wind nochmals zu und stürmte mit Windstärke 7 bis 8 aus Richtung Nordsee landeinwärts über den zwölf Kilometer langen und zwei Kilometer breiten Sandstrand von St. Peter-Ording.
Dazu regnete es fast ununterbrochen und durch die Sturmböen klatschten einem zusätzlich noch die Sandverwehungen ins Gesicht. Bei den Beach-Volleyballern war umdenken angesagt. Es galt den Wind zu beherrschen und nicht vom Wind beherrscht zu werden.
Viel mehr wie "Baggertennis" war nicht möglich. Der Aufschlag wurde vom gegnerischen Team direkt wieder zurückgebaggert – wenn denn der Ball nicht schon bei der Angabe am Netz hängenblieb.
Selten, wenn überhaupt nur auf dem Center-Court, gelang den Akteuren einige gelungene Ballwechsel, die dann auch von den Zuschauern mit Applaus bedacht wurden.
Noch mehr sorgen bereitete allen Anwesenden das gegen Spätnachmittag steigende Hochwasser. Um 18 Uhr ging dann gar nichts mehr. Das gesamte Turniergelände war überspült. Die logische Konsequenz: Spielabbruch!
Am nächsten Tag sollte der SuperCup um 8:30 Uhr, eine Stunde früher wie vorgesehen, fortgesetzt werden. Die ausgefallenen Partien am gestrigen Abend sollten nachgeholt werden.
Doch auch am Sonntagmorgen waren zwei Nebencourts weiterhin überspült.
Die Umbau- und Aufräumarbeiten hätten den Zeitrahmen gesprengt, um noch alle ausstehenden Spiele am selben Tag stattfinden lassen zu können.
Notgedrungen mußte das Turnier abgebrochen werden, bisher einmalig in der Geschichte der ranghöchsten deutschen Beach-Volleyball-Serie!
Bis zum Turnierabbruch waren noch 7 Frauen- und 9 Männerteams im Rennen. Das Turnier in St. Peter-Ording hatte den Status eines Super-Cups inne, entsprechend werden doppelt so viele...
...Ranglistenpunkte und auch ein doppelt so hohes Preisgeld verteilt, wie sonst üblich.
Die Ranglistenpunkte des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sind wichtig für die Qualifikation zur Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften (Timmendorfer Strand, 26.08. – 28.08.2011). Nur die besten 16 Frauen- und Männerteams dürfen im großen Finale um Deutschlands Beach-Volleyball Krone spielen.
Der smart beach tour SuperCup in St. Peter-Ording war für viele Teams somit ein sehr wichtiges Turnier, da es in der aktuellen DVV - Rangliste so eng wie schon lange nicht mehr zugeht.
Für den Turnierabbruch kam nun folgende offizielle Durchführungsbestimmung des DVV zur Anwendung:
"Werden ein oder mehrere Spiele aus Gründen, die die Spieler nicht zu verantworten haben, abgesagt, dann werden die zu vergebenden Punkte addiert und durch die Anzahl der Aktiven geteilt. Es gelten die üblichen Rundungsvorschriften."
Im Klartext: Jedes noch in Turnier befindliche Team bekam die gleiche Anzahl an Ranglistenpunkten und Preisgeld zugeteilt. Die Teams, die schon vor dem Turnierabbruch ausgeschieden waren, konnten ganz normal mit weniger Ranglistenpunkten und Preisgeld gewertet werden.
29.07. – 31.07.2011: Köln (Rheinauhafen)
05.08. – 07.08.2011: Essen (Seaside Beach)
26.08. – 28.08.2011: Timmendorfer Strand
Bericht & Fotos: Volker
Die smart beach tour, Deutschlands ranghöchste Beach-Volleyball Turnierserie des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), besteht in diesem Jahr aus neun Turnieren – sechs in der Stadt und drei am Strand.
Fotograf: Volker (112 Bilder)